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  Bundesweiter Protestaufruf gegen die Aufnahme des Wolfes ins Jagdrecht

 
Sachsen will auf Druck der Jägerlobby den Wolf ins Jagdrecht aufnehmen.
Wir protestieren aufs Schärfste gegen die Aufnahme des Wolfes ins Jagdrecht.
Unter den Mailadressen findet ihr ein Schreiben, das wir an die verschiedenen Stellen verschicken wollen.
Bitte verwendet dieses Schreiben oder erstellt selbst einen Text auf und verschickt ihn an alle nachfolgend benannten Mail-Adressen.
Der Wolf darf nicht ins Jagdrecht.
Kommt Sachsen damit durch, werden andere Bundesländer folgen...


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Musterschreiben:
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Freistaat Sachsen
Sächsische Staatskanzlei
Herr Ministerpräsident Tillich
01095 Dresden


Ist der Wolf in Sachsen bald zum Abschuss frei?
Sachsen und der Artenschutz......zwei Welten

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Tillich,
nicht nur, dass in Sachsen als einzigem Bundesland überhaupt, eine unwürdige und brutale Prämie für abgeschnittene Fuchsohren an Jäger ausgezahlt wird, soll nun den Jagdgenossen auf deren Begehren hin sogar ermöglicht werden, auch Wölfe unter ihre Willkür zu nehmen.

Ist Herr Kupfer jetzt endgültig vor der Jägerlobby eingeknickt?

Wenn seitens der Jägerschaft Worte fallen wie: „Lassen wir die Wölfe kommen und dann gibt’s Blei“ oder „Wir sächsischen Jäger begrüßen den Wolf nicht – wir tolerieren ihn“ dann sind die wahren Absichten, warum die Jägerschaft auf die Aufnahme des Wolfes ins Jagdrecht besteht, allzu offensichtlich. Man plant insgeheim dadurch in absehbarer Zeit die Wölfe legal zu bejagen.

Es gibt nicht die geringste Notwendigkeit den Wolf ins Jagdrecht aufzunehmen. Eine Mitarbeit beim Wolfsschutz kann auch so von den Jägern betrieben werden.
Der Wolf ist national und international sehr gut geschützt, eine Aufnahme ins Jagdrecht würde diesen Schutzstatus sogar verringern und die rechtliche Situation bei illegalen Abschüssen verkomplizieren.
Das Jagdgesetz bietet mitnichten einen besseren Schutz der Wölfe. Denn sowohl Jagdgesetz wie Naturschutzgesetz sehen die genau gleichen Höchststrafen für illegale Tötungen vor.
Sowohl beim Luchs, der zwar jagdbar aber geschützt oder beim Wolf der bisher nicht jagdbar ist, beträgt diese Strafe bis zu fünf Jahre Freiheitsentzug.

Da die Wolfspopulationen sehr gering und instabil sind und auch noch lange Zeit bleiben werden ist eine Bejagung grundsätzlich ausgeschlossen. Mit der Aufnahme ins Jagdrecht würde jedoch gerade bei den Wolfsgegnern unter den Jägern die Gier nach Abschuss vergrößert.
Wie schnell ließe sich z.B. eine gezielte Wolfstötung fadenscheinig als „Hegeabschuss“ tarnen.

Zahlreiche illegale Wolfsabschüsse in der jüngeren Vergangenheit und immer wiederkehrende Anti-Wolfs-Stimmungsmache seitens der Jägerschaft – siehe Wolfshasser-Verein in der Lausitz – bestätigen, dass den Jägern kein Vertrauen entgegengebracht werden kann verantwortungsvoll mit dem Schutzstatus des Wolfes bei einer möglichen Unterstellung ins Jagdrecht, umzugehen.

Erschwerend kommt hinzu, dass mit der Aufnahme des Wolfes ins Jagdrecht die Zusammenarbeit zwischen Natur- u. Artenschutzverbänden und der Jägerschaft weiterhin massivst erschwert würde.
Das Mitspracherecht der Interessengruppen, die in der Vergangenheit am meisten für den Wolfsschutz getan haben, und das waren nicht die Jäger, würde geschmälert und diesen Gruppen immer mehr die Hände gebunden.

Umweltminister Kupfer betont, dass die Jäger mit der Unterstellung des Wolfes ins Jagdrecht vermehrt mit der Hege der geschützten Tierart betraut wären.
Wie würde jedoch die Hege des Wolfes aussehen? Dies ginge nur über den Verzicht der Jägerschaft auf ihre eigene Beutestrecke. Darauf wollen Jäger niemals freiwillig verzichten.

Wir protestieren daher massivst gegen die Aufnahme des Wolfes ins Jagdrecht.
Denn das erfolgt lediglich auf Druck der Jägerlobby mit dem klaren Ziel, die Wölfe in naher Zukunft legal abzuschießen.

Freundliche Grüsse
Wir bitten um großzügige Verteilung und rege Beteiligung:
 
UM Frank Kupfer [Frank.Kupfer.MdL@t-online.de]
Bürgerbüro Sachsen [buergerbuero@sk.sachsen.de]
Staatsministerium Umwelt und Landwirtschaft [Poststelle@smul.sachsen.de]
 
Zeitungen, Presse, Fernsehen:
 
Parteien, Ministerien:
 
Parteien und Beauftragte bundesweit:
 
Tierschutzbeauftragte der Parteien:
 
 
  Geschrieben am Monday, 21.June. @ 16:14:11 CEST von lozen  ::   

 

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